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Lernen

Unterricht und Abschlüsse

Die Warderschule Heiligenhafen ist seit dem 01. August 2014 Gemeinschaftsschule, d.h. die Schule ist offen für alle Kinder. Die Schülerinnen und Schüler werden grundsätzlich gemeinsam unterrichtet, aufgrund der unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler ist der Unterricht binnendifferenziert. Ab Klasse 7 können in einzelnen Fächern übergreifende Lerngruppen auf unterschiedlichen Leistungsniveaus gebildet werden.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Warderschule erhalten Notenzeugnisse mit ergänzenden verbalen Aussagen zu den erworbenen Kompetenzen. Die Zensuren machen deutlich, auf welcher Anforderungsebene ein Kind gearbeitet hat: * = Anforderungsebene Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA), ** = Anforderungsebene Mittlerer Schulabschluss (MSA), *** =Anforderungsebene allgemeine Hochschulreife (AHR).

 

Ab der 8. Klasse erhält jede Schülerin und jeder Schüler eine Prognose darüber, welchen Abschluss sie oder er voraussichtlich an der Warderschule erreichen wird bzw. ob der Übergang in die Oberstufe zu erwarten ist.

 

An der Warderschule besteht die Möglichkeit,

  • am Ende der 9. Klasse den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss zu erwerben.

 

An der Prüfung zum

  • Mittleren Schulabschluss nehmen alle Schüler/innen, die in die Klassenstufe 10 versetzt worden sind, teil.

 

Eine Schülerin oder ein Schüler ist dann aus der Klassenstufe 10 in die Oberstufe versetzt, wenn die Leistungen im Abschlusszeugnis (MSA) in nicht mehr als einem Fach schlechter als befriedigend sind und kein Fach mit mangelhaft oder ungenügend benotet wurde (= max. eine 4, keine 5 oder 6).

 

Schülerinnen und Schüler, die in die Oberstufe versetzt sind, haben aufgrund von Kooperationsverträgen das Recht, entweder in die 11. Klasse der Inselschule Fehmarn oder des Beruflichen Gymnasiums in Oldenburg zu wechseln, um dort die Fachhochschulreife oder das Abitur zu erlangen.

 

Auch wenn eine Schülerin oder ein Schüler die Warderschule mit dem Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss verlässt oder sie/er nicht in die Oberstufe versetzt wurde, ist der Besuch der Beruflichen Schulen mit dem Ziel der weiteren Qualifizierung möglich.

Fachleistungsdifferenzierung

Auf welcher Niveaustufe arbeitet mein Kind? Fachleistungsdifferenzierung an der Warderschule

Alle Schüler*innen lernen an der Warderschule gemeinsam innerhalb der gleichen Lerngruppe bis zu ihrem Schulabschluss.

Damit das gut funktionieren kann, muss eine sogenannte Fachleistungsdifferenzierung erfolgen:

Das bedeutet, dass die Lehrkräfte die Unterrichtsinhalte auf verschiedenen Niveaustufen vorbereiten. Die Schüler*innen wählen dann aus, welchen Schwierigkeitsgrad sie bei den Aufgaben bearbeiten möchten.

Differenzierte Leistungen werden in allen Fächern außer Sport ausgewiesen.

 

Die schulische Leistung wird auf den drei Niveaustufen *, **, *** angegeben.

  • * entspricht Leistungen auf Basisniveau
    • Schulabschluss: ESA (nach der 9. Klasse)
  • ** entspricht Leistungen auf erhöhtem Anforderungsniveau
    • Schulabschluss: MSA (nach der 10. Klasse)
  • *** entspricht Leistungen auf gymnasialem Anforderungsniveau
    • Schulabschluss: AHR (nach der 10. Klasse Übergang in eine gymnasiale Oberstufe)

 

 

Den rechtlichen Rahmen hierzu bildet die Gemeinschaftsschulverordnung des Landes Schleswig-Holstein:

§ 1
Aufgabe der Gemeinschaftsschule

Gemeinschaftsschulen sind der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler verpflichtet, unabhängig von den zu erreichenden Schulabschlüssen.

Die Schul- und Unterrichtsgestaltung orientiert sich daher an den Lernvoraussetzungen und Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler und fördert sie in ihrer individuellen Lernentwicklung.

 

§ 3
Aufbau und Organisation

„Der Unterricht findet grundsätzlich für alle Schüler/innen gemeinsam statt, wobei den unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schüler/innen vor allem durch Unterricht in binnendifferenzierender Form entsprochen wird.“

An der Warderschule wird in allen Fächern binnendifferenziert unterrichtet.

 

 

Wie funktioniert das im Einzelnen?

Binnendifferenzierung erfolgt nach verschiedenen Methoden und Kriterien:

  • Quantität: Anzahl und Länge der gestellten Aufgaben variieren je nach Anforderungsniveau
  • Qualität: Schwierigkeitsgrad und Komplexität der Aufgaben variieren je nach Anforderungsniveau

 

 

Qualitativ werden Aufgaben über sogenannte Anforderungsbereiche differenziert:

 

*-Aufgaben: Reproduktion (Anforderungsbereich I)

- gelernter Unterrichtsstoff muss wiedergegeben und gelernte Arbeitstechniken müssen angewendet werden

  • Aufgaben sind sehr ähnlich zu denen, die im Unterricht bereits gemeinsam geübt wurden

 

Beispiel: * Setze die fehlenden Kommas.

Ich gehe zum Strand obwohl es in Strömen regnet. (1)

Lösung: Ich gehe zum Strand, obwohl es in Strömen regnet.

 

 

**-Aufgaben: Reorganisation und Transfer (Anforderungsbereich II)

- im Unterricht gelernte Inhalte müssen selbständig erklärt oder (neu) strukturiert werden

- gelernte Inhalte und Arbeitstechniken müssen auf neue Sachverhalte übertragen und angewendet werden

  • Aufgaben beinhalten neue Zusammenhänge, auf die der gelernte Stoff selbständig übertragen werden muss

 

Beispiel: ** Verknüpfe die Sätze mit Hilfe einer Konjunktion. Achte auf die Kommasetzung.

Ich gehe zum Strand. Es regnet in Strömen.

Mehrere Lösungen möglich, aber vorgegebener Lösungsweg:

Ich gehe zum Strand, obwohl es in Strömen regnet.

ODER Ich gehe zum Strand, aber es regnet in Strömen.

ODER Wenn ich zum Strand gehe, regnet es in Strömen.

 

 

 

***-Aufgaben: Reflexion und Problemlösung (Anforderungsbereich III)

- im Unterricht besprochene Inhalte müssen selbständig beurteilt, Problemstellungen begründet und eigenständige Handlungsoptionen entwickelt werden

- aus einem gelernten Methodenrepertoire muss selbständig ausgewählt werden, welche Methode zur Problemlösung angemessen ist

  • Aufgaben beinhalten die Notwendigkeit einer eigenständigen und kritischen Auseinandersetzung mit einem komplexen, eventuell aus dem Unterricht unbekannten Sachverhalt

 

Beispiel: *** Verknüpfe die Sätze nach dem folgenden Satzschema: HS, HS.

Ich gehe zum Strand. Es regnet.

Mehrere Lösungen möglich; komplexe Lösung notwendig:

Ich gehe zum Strand, aber es regnet in Strömen. (HS, HS.)

ODER Ich gehe zum Strand (,) und es regnet in Strömen. (HS, HS.)

Falsch wäre:

Ich gehe zum Strand, obwohl es in Strömen regnet. (HS, NS.)

 

 

  • Der Anteil der Aufgaben aus den Anforderungsbereichen I, II und III ist unterschiedlich gewichtet, je nach *, ** oder ***
  • Als Faustregel gilt: Je mehr Sterne, desto höher der Anteil der Aufgaben aus den erhöhten Anforderungsbereichen (II und III).

 

 

Wer entscheidet, welche Aufgabe bearbeitet wird?

Jede*r Schüler*in entscheidet selbständig, welche Aufgaben er/sie bearbeiten möchte. Dies gilt auch für schriftliche Leistungsnachweise (Klassenarbeiten).

Die Lehrkräfte beraten bei der Auswahl der Niveaustufen und geben eine fundierte Einschätzung ab.

Es gibt keine feste Zuordnung zu einem bestimmten Bildungsgang: In jedem Fach kann auf einem unterschiedlichen Sternchen-Niveau gearbeitet werden.

Die Notengebung erfolgt zum Ende eines jeden Schulhalbjahres auf der Basis der erfolgreich bearbeiteten Aufgaben. Das heißt konkret, dass auf einem Zeugnis sowohl Noten auf *, ** und auch ***-Niveau stehen können.

Ab Klassenstufe 8 enthalten die Zeugnisse eine sogenannte Abschlussprognose, d.h. es wird angegeben, welcher Abschluss voraussichtlich erreicht wird, wenn auf demselben Lernniveau weitergearbeitet wird.

Ziel ist es, alle Schüler*innen dazu motivieren, den für sie bestmöglichen Abschluss zu erreichen.

Wahlpflicht-Unterricht (WPU)

Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Interessen, Neigungen und Begabungen. Dem trägt der Wahlpflicht-Unterricht mit einem vierstündigen Wahlpflichtfach ab Klassenstufe 7 Rechnung.

 

Am Ende der Klassenstufe 6 werden den Schülerinnen und Schülern alle Kurse vorgestellt.

 

Das Kursangebot ist folgenden Fachbereichen zugeordnet

 

  • Naturwissenschaften und angewandte Informatik

  • Gesellschaftswissenschaften

  • Ästhetische Bildung und Sport

  • Arbeit, Wirtschaft und Verbraucherbildung

 

Zum Kursangebot gehört auch die zweite Fremdsprache. An der Warderschule bieten wir derzeit Dänisch oder Französich an.

 

Folgendes Kursangebot haben wir zur Zeit::

  • Technik

  • Fit für die Welt

  • Gestalten

  • Dänisch oder Französich

  • Rund um Sport

  • Textillehre

  • Verbraucherbildung

Auf einen Blick